Du will einen US-Car importieren?
Du hast Fragen zum Ablauf, Vorgehen etc.?
Dann bist Du hier richtig.

Da ich bereits Fahrzeuge aus der Schweiz und meinen Dodge Charger direkt aus der USA importiert habe, kenne ich mich hier ein wenig aus. Ich versuche daher, euch hier einen Leitfaden vom Kauf über die Verschiffung (USA) bis zur Anmeldung zu erstellen. Das ganze basiert auf eigenen Erfahrungswerten und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Inhalt hier ist mein eigenes geistiges Eigentum. Auch wenn es vielleicht verlockend ist - bitte kopiert diesen Text nicht einfach in eure Website oder Forum bevor ihr mir das mitgeteilt habt.  Dadurch ermöglicht ihr es mir auch, euch bei Änderungen zu informieren. 

Ich werde auch versuchen, den Fragen/Antwort-Katalog laufend auszubauen bis auch die letzte Klarheit beseitigt ist.....
Aber auch eigene Erfahrungen wollen wir hier natürlich einfliessen lassen. Benutzt dazu bitte das Kontaktformular.

- Wie suche/finde ich mein Traumauto (in den USA)
 Als erstes steht natürlich mal folgende Fragen an: WAS soll es denn eigentlich sein und WIEVIEL will ich dafür ausgeben. Und wie gross ist mein "Aktionsradius"? Nur Oesterreich oder auch Schweiz/Deutschland oder ganz Europa oder gleich aus den guten, alten United States of America?

Habe ich das erst mal geklärt empfehle ich euch, den PC anzuwerfen und da mal ein bisschen auf die Suche zu gehen. Ebaymotors ist hier z.b. immer eine gern genommene Adresse.

Habt Ihr dann ein paar Fahrzeuge gefunden, die euch interessieren, steht als nächstes mal die Kontaktaufnahme mit dem Besitzer an.
Beachtet dabei auch: Papier (in diesem Fall Browser) sind geduldig. Ein "Top-Auto im 1A-Zustand" kann sich vor Ort dann schon mal als pure Schrottkiste rausstellen. Und das dann noch zu Preisen, wie bei einem Neuwagen. Manche Verkäufer verlassen sich echt noch auf die Naivität der Käufer. Sofern ihr Bastler seid kann es genau das sein, was ihr wollt. Beachtet dann aber unbedingt, dass auch der Preis stimmt!

 - Ihr habt euch dafür entschieden, das ganze DIREKT aus den USA zu importieren?
Kein Problem - alles geht. Aber Amerika ist ein klein bisschen "grösser". Ich empfehle euch daher, dass ihr euch auf einen (eventuell zwei) Staat(en) beschränkt, in denen ihr suchen wollt. In der ganzen USA zu streuen macht keinen grossen Sinn - ausser, ihr habt sowieso grade mal für 6 Monate nichts anderes vor als durch Amerika zu reisen......

So nun einmal in der USA angekommen ist es unumgänglich, ein Auto auszufassen (mieten). Denkt daran, alle notwendigen Versicherungen abzuschliessen. Amis sind nicht grundsätzlich dazu verpflichtet, ihre Fahrzeuge zu versichern und die Ersparnis von ein paar USD kann hier ein teurer Spass werden.
Kleines Beispiel: Mein Bruder hatte bei der Daytona-Bike-Week 1995 einen Parkschaden: Rechts ist ihm eine Deutsche BMW (Ironie des Schicksals) auf den Kotflügel gefallen; der Biker hatte Anstand genug, sich zu melden. Links war der Verursacher nicht auszumachen. Dank der Vollkaskoversicherung (damals USD 100.00 für 1 Woche) kostete das ganze nur etwa 60 Minuten mit der Polizei und dem Vermeiter des Fahrzeuges. Weder zum Schaden selbst noch zu den dadurch entstandenen Kosten hat er je wieder was gehört.

Und noch ein weitere, kleiner Tipp: Nehmt ein Auto mit "Navi" es kostet nicht alle Welt - aber ihr werdet beim Suchen nach einem potentiellen Verkäufer, dem nächsten Treffen oder einfach nur, um in die richtige Richtung zu fahren das Navi anbeten und jedes mal DANKE sagen !!!! Ihr verliert somit nicht unnötige Tage mit suchen !!!

Besorgt euch bei Ankunft im Staat eurer Wahl auch gleich alles an Autozeitungen, was ihr so finden könnt und schaut mal, was sonst noch so in der Richtung zum Verkauf angeboten wird.

Amis sind meist recht offen gegenüber Fremden - und auch kleinere oder grössere Meetings sind praktisch an der Tagesordnung. Aber die finden meist wöchentlich immer am selben Tag zur selben Zeit und am selben Ort statt und sind selten wo angeschlagen. Plaudert also ein bisschen mit den Leuten, sie werden euch wertvolle Infos liefern können.

 - Traumauto gefunden - wie importiere ich es?
Ist das Auto gefunden und gekauft ist es wichtig einen Kaufvertrag zu machen, wie bei uns auch üblich ist.
Dieser kann (muss aber nicht) in der USA abgestempelt werden. Die Behörden in Oesterreich akzeptieren das normalerweise auch ohne diesen Stempel.
Unbedingt braucht ihr aber den TITEL (siehe unser Beitrag Merkblatt zum Import eines Amerikanischen Fahrzeuges.)

 - Wie läuft das in den USA ab mit der Verschiffung?
 
Es stehen eigentlich überall in fast jeder (Deutschen) Autozeitschrift (Chrom&Flammen, Streetmagazin etc.) Importadressen von Firmen, die regelmässig Autos verschiffen. Ihr braucht von daher nur eine Adresse in den USA rauszusuchen, an die ihr euch dann vor Ort wenden könnt.
Denkt dabei daran - Amis haben eine andere Vorstellung von Entfernung. "Grad ums Eck" bedeutet bei uns so an die 50 km, in Amerika sind das schnell mal 500 km oder mehr.

Telefonisch alles vorabgeklärt? Bringt euer Auto zu der Adresse an den Hafen, die sagen euch dann alles was sie brauchen. Macht euch zur Vorsicht auch von ALLEN Dokumenten, die ihr abgeben müsst, eine Kopie. Man weiss ja nie ob nicht etwas verloren geht....

Ich persönlich habe mir auch einen Ersatzschlüssel machen lassen ---> kostet so gut wie nichts in der USA aber ist bei uns etwas schwieriger wegen den Rohlingen. Und es gibt ja dann auch nichts schlimmeres als hier zu Hause endlich vor dem lang ersehnten Wagen zu stehen und keine Schlüssel zu haben !!!!!!!!!!

Ihr könnt dann wählen ob ihr euren AMI per "roll on roll off" (heisst soviel wie: wird einfach auf das Deck vom Schiff gestellt und ist Wind, Wetter und vor allem dem Salz ausgesetzt --> Macht bei einem Neuwagen wahrscheinlich nicht so viel aus weil die ja voll verzinkt sind, aber bei einem Oldi……. ) oder lieber via Container verschifft.

Tja das war's dann auch schon mehr oder weniger in der USA. Der Rest eures Aufenthaltes ist dann einfach Urlaub oder Ersatzteilsuche.....


 - Wie organisiere ich einen Container?
Da gibt es vorerst mal hauptsächlich folgende in Frage kommende Grössen: 20-Fuss-Container und 40-Fuss-Container (das ist die offizielle Bezeichnung, das heisst, jeder versteht euch, wenn ihr das so verlangt).
Ein 20-Fuss-Container ist zwar ungefähr 1/3 billiger als ein 40-Fuss-Container, beim 20-Fuss-Container bekommt ihr aber nur 1 Auto rein, der 40-Fuss fasst genau 2 davon, ist also im Endeffekt günstiger.
Eventuell findet ihr ja mit einem Gleichgesinnten einen Deal - geteilte Kosten sind halbe Kosten :-)

Nebenbei: Mit Tricks passen sogar 3 Fahrzeuge rein, davon rate ich aber dringend ab --> da wird dann einfach ein "Aufbau" gemacht und ein Fahrzueg wird über die anderen zwei gestellt. Kracht das Gestell zusammen oder geht beim ausladen was schief, sind alle drei Wagen meist nur noch zum wegwerfen....

Es ist im Prinzip auch egal, ob in diesem Container nur zwei Tonnen Auto stehen oder zusätzlich auch noch zwei Tonnen an Material mitgehen. Es sollte eigentlich immer gleich viel kosten - ausser evt. das befestigen des Material's wird von der Spedition seperrat verrechnet.


- Zurück in Oesterreich - und nun?
Zurück in der Heimat werdet ihr von der Firma eine Auftragsbestätigung erhalten und natürlich ein paar Rechnungen. Ihr erfahrt dann auch ziemlich genau, wann der Container in Rotterdam oder Bremerhafen ankommt (inkl allen Nummern die ihr braucht...)

Tja, und dann gibt es wiederum zwei Möglichkeiten:
Entweder ihr lasst das Fahrzeug oben am Hafen ausladen und die Fracht mit einer Spedition (die ihr mittlerweile beauftragt habt) zu einer Spedition in eurer Nähe führen.
Beauftragt die auch gleich mit der Verzollung, falls sie das nicht von vornherein schon anbieten.
Ihr müsst dafür bei einem Oldtimer mit ca 10 Prozent vom Kaufpreis + Fracht rechnen.

Oder ihr lasst euch den ganzen Container zu euch herunterführen und könnt ihn dann selber bei der Spedition öffnen. Ist zwar ein wenig teurer aber macht halt viel mehr Spass...und vor allem macht euch beim Wagen niemand irgend etwas kaputt, weil ihr genug Zeit habt zum ausladen ( im Gegensatz zu den Arbeitern am Hafen) und es kann keiner  Teile mitlaufen lassen die ihr in Amerika in den Container legen lassen habt. Auch wenn es absurd klingt - es ist leider kein Einzelfall!!!!!

 

Tja - und wie das ganze beim auspacken dann so aussieht findet ihr hier